Begriffserklärungen

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Wörterbuch

0-9

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A

Aalstrich

Dunkler Strich entlang des Rückgrates den viele Esel haben.

Abstammung

Esel, Zebras und Pferde haben einen gemeinsamen Vorfahren, das Urpferd. Das Urpferd lebte vor etwa 56 Millionen Jahren. Siehe dazu die ➚ Stammesgeschichte des Esels.

Angst

Esel sind Fluchttiere und haben vor den vielfältigsten Dingen Angst die durch den Menschen auch selten vorhergesehen werden können. Anzeichen von Angst sind unter anderem ein gestreckter Hals, aufgestellte Ohren, ein starrer Körper und ein eingezogener Schwanz. Siehe dazu auch die ➚ Körpersprache.

Ankaufsuntersuchung

Vor dem Kauf eines Esels kann diese durch einen Tierarzt vorgenommen werden der den Gesundheitszustand des Tieres überprüft. Der Verkäufer darf die A. nicht verweigern. Genaueres ist auf der Seite zur ➚ Anschaffung erklärt.

Anschoppung

Verstopfung beim Esel die mit den Symptomen einer Kolik einhergehen kann. Siehe ➚ Kolik.

Asiatischer Wildesel

Ein Halbesel, also ein Esel der auch Merkmale eines Pferdes hat, der zusammen mit dem afrikanischen Wildesel und dem Zebra vom Urpferd abstammt. Diese Art des Esels wurde nie domestiziert.

Aufreiten

Von Aufreiten spricht man wenn ein Esel (das muss nicht immer ein Hengst oder Wallach sein) auf einen anderen von hinten aufspringt.

Augen

Esel können sehr gut und auch farbig sehen. Im größten Teil ihres Gesichtsfeldes können sie aber nur zweidimensional sehen. Siehe dazu den ➚ Körperbau.

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B

Belohnung

Am besten belohnt man Esel mit Zuwendung und Lob. Die Belohnung in Form von Leckerlis (Möhren, Äpfel, …) sollte beim Training nur selten erfolgen. Wir wollen dass der Esel etwas tut weil er es gerne macht und nicht weil er dafür etwas leckeres zum fressen bekommt. Siehe dazu das Konzept des ➚ Horsemanship.

Bronchitis

Eine Atemwegserkrankung, näher beschrieben unter ➚ Krankheiten.

Brot

Brot sollte Esel grundsätzlich nicht gegeben werden. Es ist für die Tiere wie Schokolade für den Menschen und auch keine artgerechte Ernährung. Wenn mit Leckerlis belohnt werden soll dann z.B. mit Möhren oder Äpfeln (in Maßen).

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C

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D

Dämpfigkeit

Entsteht wenn eine Erkrankung des Bronchialsystems nicht rechtzeitig behandelt wird. Der Esel atmet schon bei geringen Anstrengungen sehr schwer. Dämpfigkeit kann nicht geheilt, nur gelindert werden.

Deckakt

Der Sexualakt läuft bei Eseln recht unsanft ab. Siehe dazu ➚ Sexualität..

Domestikation

Die Esel wurden vor etwa 6000 Jahren vom Menschen gehalten und so von ihrer Wildform getrennt. Die daraus entstandenen Hausesel haben andere Eigenschaften als ihre wilden Verwandten.

Durchfall

Durchfall erkennt man vor allem an dem unförmigen oder breiigen Kot. Siehe dazu die Seite über ➚ Durchfall.

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E

Eindecken

Es gibt Decken für Ponys die man über den Rücken und den Hals der Esel legen kann und um den Bauch herum befestigen kann. Es ist allerdings schwer eine geeignete Größe für Esel zu finden. Man deckt Esel ein weil sie entweder krank sind, um sie vor Nässe zu schützen oder weil die Temperaturen sehr niedrig sind, allerdings sind Esel sehr temperaturresistent.

Einstreu

Materialien um den Boden im Stall abzudecken damit der Kot und Urin aufgenommen werden kann und damit die Esel weich liegen. Gängig sind vor allem Stroh, Sägespäne, Flachs oder Hanf.

Entwurmen

Esel müssen regelmäßig entwurmt werden um die Faden-, Saug- oder Bandwürmer im Darm zu bekämpfen.

Equidenpass

Jeder Esel hat einen Equidenpass. Darin wird das Tier eindeutig identifiziert, es enthält Eigenschaften des Tieres, wer der Eigentümer ist und ob das Tier „zur Schlachtung freigegeben ist“ oder „nicht zur Schlachtung freigegeben ist“. Siehe dazu ➚ Anschaffung.

Ernährung

Grundnahrungsmittel für Esel sind Heu, Gras und Stroh, mehr braucht ein Esel neben Wasser und Knabberästen eigentlich nicht wenn er gesund ist. Siehe dazu die Seite über die ➚ Ernährung von Eseln.

Erziehung

Erziehung hat nicht nur den Nutzen und den Zweck dass der Esel sich z.B. gut führen lässt, auf Umweltereignisse stabil reagiert (sich nicht losreißt) usw., es dient in Form von z.B. Bodenübungen auch der Beschäftigung der intelligenten Tiere. Siehe dazu ➚ Esel führen und Eselerziehung.

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F

Fesselstand

Sagt etwas darüber aus ob der Huf richtig geschnitten ist. Der Winkel zwischen Hufsohle und Zehenwand muss dem Winkel der Fussfessel (Fesselstand), also dem Winkel zwischen Boden und Fesselbein,  entsprechen.

Flehmen

Mit Hilfe des Jacobsonschen Organs am Gaumen können Gerüche wahrgenommen werden die mit der Nase nicht wahrgenommen werden können, z.B. ob eine Stute rossig ist. Der Kopf wird nach oben gestreckt, die Nüstern verschlossen und die Zähne verschlossen. Auf diese Weise gelangt Luft an das  Jacobsonsche Organ.

Fohlen

Das Jungtier einer Stute. Fohlen sollten bis etwa zum 9. Lebensmonat bei der Mutter bleiben und erst dann entwöhnt werden.

Führen

Das Führen, also das Begleiten eines Esels beim spazieren gehen, findet mit einem Halfter und einem Führstrick statt. Siehe dazu ➚ Esel führen.

Futtermenge

Richtlinie beim Füttern sind 1 – 1,5 kg Heu pro 100 kg Körpergewicht, plus 20 – 25 % Stroh. Man sollte mindestens drei Mal am Tag füttern wenn die Esel nicht ganztägig Gras oder Heu zur Verfügung haben.

Fütterung

Siehe Futtermenge.

 

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G

Gangarten

Der Esel hebt jeweils diagonal seine Füße. Sie können im Galopp bis zu 70 km/h erreichen. Im Schritttempo kann man so mit 4 km/h rechnen. Beim Schritt sind entweder 2 oder 3 Hufe am Boden. Beim Trab sind die jeweils diagonalen Hufe am Boden mit einer kurzen Sprungphase in der alle 4 Hufe in der Luft sind dazwischen. Beim Pass werden die beiden Hufe auf der gleichen Seite angehoben. Beim Gallopp werden erst 2 Füße, dann drei Füße, dann nur ein Fuß am Boden gehalten, zum Schluss kommt es zu einer Sprungphase
Ganggeschwindigkeiten:
Schritt: 4 – 5 km/h
Trab: 7 – 12 km/h
Pass: Schritt- oder Tabtempo
Galopp: 13 – 20 km/h

Geburt

Die Geburt erfolgt nach 11 bis 13 Monaten. In der Regel kommt ein, in seltenen Fällen zwei Fohlen zur Welt. Siehe dazu ➚ Sexualität.

Gerte

Geschlechtsreife

Stuten im ersten Jahr
Hengste werden mit 2 Jahren sexuell aktiv

Gewichtsberechnung

Siehe Körpergewicht.

Giftpflanzen

Die wichtigsten Giftpflanzen sind Efeu, Farn, Eibe, Ahorn, Maiglöckchen, Tollkirsche sowie Eicheln und Kastanien.
Eine Liste mit den wichtigsten Giftpflanzen können Sie hier herunterladen [PDF]: Giftpflanzen (33 Downloads)
Weitere Giftpflanzen sind auf  Botanikus zu finden

Grasilage

Das Gras welkt nur etwas an und wird anschließend zu einem Ballen gepresst und in Folie gewickelt. Die geöffneten Ballen müssen innerhalb von 4 Tagen verbraucht werden und sind so für die Eselhaltung ungeeignet.

 

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H

Halbesel

Wird der asiatische Halbesel bezeichnet weil er auch viele Ähnlichkeiten mit einem Pferd hat.

Halfter

Wird zum Führen und Anbinden des Esels benutzt. Es wird dem Esel um den Kopf gelegt und mit einem Panikhaken am Führstrick verbunden.

Hausesel

Eselart die vom Menschen gehalten werden und die alle vom afrikanischem Wildesel abstammen. Es gibt auch verwilderte Hausesel

Heu

Sind getrocknete Grünpflanzen, ein Grundnahrungsmittel für Esel.

Huf

Umschließt die mittlere Zehe und besteht aus Horn. Wird aber oft auch als Synonym für den Fuß eines Esels verwendet.

Hufeisen

Sind aufgrund des weicheren Hufes eher unüblich bei Eseln.

Hufpflege

Hufrehe

Eine Entzündung der Huflederhaut im Huf.

 

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I

IGEM

Interessengemeinschaft der Esel- und Mulifreunde in Deutschland.

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J

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K

Kämpfen

Fast nur männliche Esel kämpfen untereinander. Siehe dazu auch die Seite über die ➚ Körpersprache.

Kastration

Kann ab dem 6. bis 8. Monat durchgeführt werden, manchmal auch später, je nachdem wann sich die Hoden in den Hodensack abgesenkt haben.

Kleben

Esel trennen sich sehr ungerne von ihren Artgenossen, vor allem nicht von Familienmitgliedern.

Kolik

Krankheitsanzeichen im Magen – Darm – Trakt. Siehe ➚ Kolik.

Kolostralmilch

Erste Milch die ein Fohlen von seiner Mutter trinkt. Sie ist lebenswichtig, enthält wichtige Zusatzstoffe und hat einen hohen Zuckeranteil.

Körpergewicht

Kann mit einem speziellen Maßband oder über eine ➚ Formel abgeschätzt werden.
Mittelgroße Hausesel wiegen um die 200 kg.

Kraftfutter

Hafer, Gerste, Mais, … oder Mischungen mit einem hohem Eiweiß- und Energiegehalt. Sollte nur in geringen Mengen dem Esel gegeben werden.

Kreuzstrich

Über die Schulter, senkrecht zum Aalstrich gehender, dunkler Streifen im Fell. Ist charakteristisch für einige Esel.

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L

Lebenerwartung

Die Lebenserwartung beträgt in den Entwicklungsländern 12 – 15 Jahre, 25 bis 30 Jahre in der Wildnis und in den Industrieländern 30 – 50 Jahre.

 

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M

Mash

Ergänzungsfutter für Esel. Es besteht aus Leinsamen und Kleie sowie anderen Zusatzstoffen. Die Konsistenz ist breiig und wird mit Wasser angerührt. Es ist leicht abführend. Wird bei Verdauungsproblemen dem Esel gegeben.

Mauke

Ist eine Hautentzündung in der Fesselbeuge. Siehe dazu ➚ Mauke und Raspe.

Maulesel

Kreuzung eines Pferdehengstes mit einer Eselstute. Ist in der Regel nicht fortpflanzungsfähig.

Maultier (Muli)

Kreuzung einer Pferdestute mit einem Eselhengst. Ist meistens nicht fortpflanzungsfähig.

Muli (Maulesel)

Kreuzung einer Pferdestute mit einem Eselhengst. Ist meistens nicht fortpflanzungsfähig.

 

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N

 

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O

Offenstall

Die gängigste Art einen Esel zu halten. Der Esel hat einen Wind-, Regen- und Schneegeschützten Unterstand mit Heuraufe, Wasser und Stroh zur Verfügung und kann jederzeit auf eine Weide oder einen anderen Auslauf.

Ohren

Siehe dazu die Seite über ➚ Augen, Nasen und Ohren.

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P

Paddock

Ein befestigter, eingezäunter Platz der an den Eselstall angrenzt und auf den die Esel selbstständig gehen können.

Panikhaken

Verschluss am Führstrick der sich durch starkes ziehen öffnen lässt um Verletzungen beim Esel zu vermeiden.

Poitou – Esel

Eine Eselrasse aus der gleichnahmigen Region in Frankreich. P. sind Großesel und haben langes, zotteliges Fell.

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Q

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R

Rangordnung

Esel haben grundsätzlich keine Rangordnung (Ausnahme Hengstherden in denen es einen dominanten Hengst gibt).  Es ist aber immer mal wieder zu beobachten dass Esel in der Herde ihren Willen mehr durchsetzen als andere Esel.

Reiten

Esel können bis maximal 20% ihres Körpergewichtes geritten werden. Bei einem Hausesel mit 200 kg Körpergewicht sind das also 40 kg. Somit kommen für das Reiten in der Regel nur Kinder in Frage. Siehe dazu ➚ Reiten.

Rosse

Zeitraum innerhalb ihres Sexualzykluses in der die Stute paarungsbereit ist.

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S

Sattel

Den richtigen Sattel für das Reiten zu finden ist nicht einfach. Am sinnvollsten ist es wenn er speziell für den Esel gefertigt wird, was aber einige Tausend Euro kosten kann. Siehe dazu ➚ Reiten.

Schlauch

Das männliche Geschlechtsteil eines Esels.

Sommerekzem

Allergische Hautkrankheit. Siehe dazu die Seite über das ➚ Sommerekzem.

Sonnenbrand

Auch Esel können nach langer und intensiver Sonneneinstrahlung einen Sonnenbrand bekommen!

Sozialverhalten

 

Stockmaß

Größe es Esels die vom Boden aus bis zum Widerist (Erhöhung zwischen Mähne und Rücken) gemessen wird.

Strahlfäule

Erkrankung bei der der weiche Strahl durch Bakterien zersetzt wird.

Stroh

Getrocknete Halme und Blätter von Getreide. Ist ein Grundnahrungsmittel für Esel und wird oft als Einstreu benutzt.

 

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T

Trächtigkeit

Esel sind 11 – 13 Monate, im Schnitt 12 Monate, trächtig und bringen dann ein, in selten Fällen zwei Fohlen zur Welt.

Tragfähigkeit

Esel dürfen nur maximal 20% ihres Körpergewichtes tragen!

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U

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V

Verdauung

 

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W

White Line Desease

Erkrankung der weißen Linie am Huf bei der diese durch Bakterien zersetzt wird.

Wildesel

Es gibt drei Arten von Wildesel, den Asiatischen Wildesel, den Tibet – Wildesel und den Afrikanischen Wildesel. Alle drei stammen vom Urpferd ab-

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X

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Y

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Z

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